Ertragslage des Demag Cranes Konzerns

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) betrug im Berichtszeitraum 50,2 Mio. EUR, verglichen mit einem EBIT von 13,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2008/2009. Der niedrige Vorjahreswert war belastet durch Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 49,1 Mio. EUR, die im dritten Geschäftsquartal 2008/2009 gebildet worden waren.

Der Vorstand verwendet zur Steuerung des Konzerns als Kerngröße das operative EBIT. Bei der Berechnung des operativen EBIT werden insbesondere Effekte von Abschreibungen auf Zeitwertdifferenzen, die sich als Folge der Übernahme von Vermögenswerten aus Unternehmenszusammenschlüssen zum beizulegenden Zeitwert ergeben, wieder eliminiert. Des Weiteren werden Einmaleffekte wie z. B. Abfindungen und Restrukturierungsaufwendungen herausgerechnet.

Der Demag Cranes Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009/2010 ein operatives EBIT in Höhe von 54,2 Mio. EUR (Vorjahr: 67,6 Mio. EUR).

 

01. Oktober bis 30. September


in Mio. EUR

2009/2010

2008/2009

2007/2008

Konzern-EBIT

50,2

13,2

279,7 %

135,8

Operative Anpassungen

4,0

54,4

 

1,7

Davon

       

Abschreibungen auf
Zeitwertdifferenzen

1,6

1,6

 

5,4

Abfindungskosten

3,7

 

Integrationskosten

2,3

 

Refinanzierungskosten

0,6

 

Sonstiges

–0,6

49,0

 

–3,7

Operatives Konzern-EBIT

54,2

67,6

–19,8 %

137,5

Davon

       

Industriekrane

4,8

29,7

–83,8 %

47,8

in % vom Umsatz

1,1

5,4

 

8,4

Hafentechnologie

0,6

–14,8

n/a

22,1

in % vom Umsatz

0,3

–7,3

 

6,8

Services

58,3

60,2

–3,1 %

75,4

in % vom Umsatz

19,4

20,2

 

22,9

Zentrale Holdingkosten/DCAG

–9,5

–7,5

26,8 %

–7,8

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Das operative EBIT verteilt sich wie folgt auf die Segmente:

Im Segment Industriekrane sank das operative EBIT im Geschäftsjahr 2009/2010 von 29,7 Mio. EUR um 83,8 Prozent auf 4,8 Mio. EUR. Mit der Absenkung der Gewinnerreichungsschwelle auf ein Umsatzvolumen von rund 470 Mio. EUR haben wir ein wichtiges Ziel unseres Restrukturierungsprogramms erreicht. Der Rückgang des operativen EBIT im Vorjahresvergleich resultierte aus den deutlich niedrigeren Umsatzvolumina.

Im Segment Hafentechnologie stieg das operative EBIT von –14,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2008/2009 auf 0,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2009/2010. Zu dieser Entwicklung haben die folgenden beiden Faktoren beigetragen:

  • Mit dem Restrukturierungsprogramm haben wir unsere Kostenbasis im Segment Hafentechnologie deutlich verbessert und die Gewinnerreichungsschwelle auf rund 200 Mio. EUR gesenkt.
  • Ferner optimierten wir die Auslastung der Fertigungskapazitäten unseres Werkes durch Lohnfertigung, die wir für dritte Unternehmen vornahmen. Mit dieser Maßnahme konnten wir eine weitere Absenkung der Gewinnerreichungsschwelle realisieren, so dass diese im Ergebnis nun unter 200,0 Mio. EUR liegt.

Im Segment Services sank das operative EBIT leicht von 60,2 Mio. EUR um 3,1 Prozent auf 58,3 Mio. EUR. Der höhere Vorjahreswert resultiert unter anderem aus der Tatsache, dass wir in den ersten Geschäftsquartalen weniger hochmargige Ersatzteile verkauft haben.

Das operative Konzern-EBITDA sank im Geschäftsjahr 2009/2010 um 17,0 Prozent auf 74,3 Mio. EUR (Vorjahr: 89,5 Mio. EUR).

 

01. Oktober bis 30. September


in Mio. EUR

2009/2010

2008/2009

2007/2008

Operatives Konzern-EBIT

54,2

67,6

–19,8 %

137,5

Operative planmäßige Abschreibungen/ Wertminderungen

20,2

21,9

–8,1 %

22,5

Operatives Konzern-EBITDA

74,3

89,5

–17,0 %

160,0

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Die nachfolgende Tabelle enthält eine Übersicht über die wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns. In der Spalte „Operativ“ werden die Funktionskosten um operative Anpassungen bereinigt dargestellt. Die genaue Aufschlüsselung der operativen Anpassungen finden Sie in der Überleitung des Konzern-EBIT zum operativen EBIT.

 

01. Oktober bis 30. September

 

2009/2010

2008/2009


in Mio. EUR

Reported

Operativ

Reported

Operativ

Herstellungskosten

–686,3

–680,3

–797,8

–774,0

in % vom Umsatz

73,7

73,1

76,2

73,9

Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten

–186,0

–188,4

–213,5

–190,7

in % vom Umsatz

20,0

20,2

20,4

18,2

Davon

       

Vertriebskosten

–126,4

–127,4

–139,3

–132,7

in % vom Umsatz

13,6

13,7

13,3

12,7

Allgemeine Verwaltungskosten

–59,5

–61,0

–74,2

–57,9

in % vom Umsatz

6,4

6,6

7,1

5,5

Forschungs- und Entwicklungskosten

–16,9

–16,5

–27,6

–20,2

in % vom Umsatz

1,8

1,8

2,6

1,9

Personalaufwand

–324,2

–329,4

–358,6

–322,6

in % vom Umsatz

34,8

35,4

34,2

30,8

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Das nachfolgende Schaubild stellt die wesentlichen Kostenpositionen nochmals grafisch dar:

Struktur der wesentlichen Kostenpositionen

Die Herstellungskosten sind im Geschäftsjahr 2009/2010 um 111,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 797,8 Mio. EUR auf 686,3 Mio. EUR gesunken. Grund hierfür war im Wesentlichen das geringere Umsatzvolumen. Im Verhältnis zum Umsatz gingen die Herstellungskosten überproportional von 76,2 Prozent auf 73,7 Prozent zurück.

Die Vertriebskosten lagen im Geschäftsjahr 2009/2010 mit 126,4  Mio. EUR um 12,9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Ihr Anteil am Konzernumsatz bewegte sich mit 13,6 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau.

Die Verwaltungskosten des Demag Cranes Konzerns sanken im Geschäftsjahr 2009/2010 um 14,6 Mio. EUR auf 59,5 Mio. EUR.

In Relation zum Umsatz sank der Forschungs- und Entwicklungsaufwand von 2,6 Prozent auf 1,8 Prozent. In den Forschungs- und Entwicklungskosten des Vorjahres waren Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 6,9 Mio. EUR enthalten. Diese entfielen im Wesentlichen auf Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten im Segment Hafentechnologie. Eliminiert man diese Effekte, fiel der Forschungs- und Entwicklungsaufwand im Verhältnis zum Umsatz leicht von 1,9 Prozent auf 1,8 Prozent. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betreffen insbesondere Aktivitäten in den Segmenten Industriekrane und Hafentechnologie (siehe dazu auch das Kapitel „Entwicklung nicht-finanzieller Erfolgsfaktoren/Forschung und Entwicklung“).

Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen lag im Geschäftsjahr 2009/2010 bei 4,1 Mio. EUR nach 2,5 Mio. EUR im Vorjahr. Die Veränderung resultierte hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die Zinsen und ähnliche Erträge/Aufwendungen, netto, fielen in der Berichtsperiode von 11,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 8,3 Mio. EUR. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die gesunkenen Zinssätze aus der bestehenden Rahmenkreditvereinbarung.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) des Demag Cranes Konzerns betrug im Geschäftsjahr 2009/2010 41,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR).

Das operative Ergebnis nach Steuern lag im Berichtsjahr 2009/2010 bei 30,5 Mio. EUR, nach 42,8 Mio. EUR im Vorjahr.

 

01. Oktober bis 30. September


in Mio. EUR

2009/2010

2008/2009

2007/2008

Ergebnis nach Steuern

27,8

1,2

–98,6 %

80,8

Operative Anpassungen

4,0

54,4

 

1,7

Davon

       

Abschreibungen auf Zeitwertdifferenzen

1,6

1,6

 

5,4

Abfindungskosten

3,7

 

Integrationskosten

2,3

 

Refinanzierungskosten

0,6

 

Sonstiges

–0,6

49,0

 

–3,7

Steuereffekte auf operative Anpassungen*

–1,2

–16,7

 

–0,5

Operative Anpassungen auf Steuern

4,0

 

3,2

Operatives Ergebnis nach Steuern

30,5

42,8

–28,8 %

85,2


* Steuersatz 30,7 Prozent

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Der effektive Steuersatz betrug im Geschäftsjahr 2009/2010 33,7 Prozent gegenüber 44,1 Prozent im Vorjahr.

Das operative Ergebnis pro Aktie (operatives EPS) beträgt 1,44 EUR nach 2,01 EUR im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Das Ergebnis pro Aktie (EPS) beträgt 1,31 EUR nach 0,04 EUR im Vorjahr.

Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung

Vorstand und Aufsichtsrat der Demag Cranes AG werden der Hauptversammlung am 02. März 2011 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,60 EUR je Aktie für das Geschäftsjahr 2009/2010 auszuschütten, nachdem für das Geschäftsjahr 2008/2009 keine Dividende ausgeschüttet wurde.

Dies entspricht einem Dividendenbetrag von 12.703.795,80 EUR. Des Weiteren wird vorgeschlagen, den verbleibenden Bilanzgewinn der Gesellschaft von 63.052.413,34 EUR auf neue Rechnung vorzutragen (2008/2009: 56.665.762,19 EUR).

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