Risikomanagementsystem
Zur Sicherung des Unternehmenserfolgs des Demag Cranes Konzerns ist das aktive und transparente Management der unterschiedlichen Risiken innerhalb der operativen Segmente ein wichtiges Werkzeug. Die ganzheitliche Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken erfordert konzernweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsysteme und -prozesse.
Unser bestehendes konzernweites Risikomanagementsystem wurde im Oktober 2006 eingeführt; es wird kontinuierlich an aktuelle Entwicklungen angepasst und fortlaufend auf seine Funktionsfähigkeit überprüft. Im Geschäftsjahr 2007/2008 erfolgte eine externe Analyse unseres Risikomanagementsystems durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Daraus konnte der Demag Cranes Konzern wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Systems ziehen, die im Geschäftsjahr 2008/2009 in Form einer mit Wirkung zum 10. März 2009 konzernweit gültigen Risikomanagement-Richtlinie umgesetzt wurden. Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses haben wir im Geschäftsjahr 2009/2010 eine Softwarelösung eingeführt, mit der eine noch effizientere Risikoerfassung und Berichterstattung umgesetzt werden konnte.
Das konzerneinheitliche Risikomanagementsystem hat die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu kommunizieren. Als integriertes laufendes Führungs- und Steuerungswerkzeug schafft es die Entscheidungsgrundlagen dafür, auftretende Risiken bewusst zu akzeptieren oder durch das Ergreifen von Gegenmaßnahmen abzuwenden bzw. ihre möglichen Auswirkungen zu minimieren. Risiken werden nach Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und klassifiziert. Die seit März 2009 gültige Risikomanagement-Richtlinie regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement.
Die Verantwortung im Bereich des Risikomanagements ist gemäß der Konzernstruktur verteilt. Das Schaubild gibt einen entsprechenden Überblick. Die Risikoverantwortlichen der Beteiligungsgesellschaften und der Konzernzentrale steuern die in ihrem Verantwortungsbereich auftretenden Risiken grundsätzlich selbst. Auf Segmentebene ist jeweils ein Risiko Controller etabliert, der den Risikomanagementprozess auf Segmentebene begleitet und die Daten plausibilisiert. Auf Konzernebene ist ein zentraler Risiko Controller für die Erstellung des Konzernrisikoberichts und die Koordinierung des Risikomanagementprozesses insgesamt verantwortlich. Alle Risiken der Segmente, die sich auf Konzernebene kumulieren können, werden zentral erfasst und gesteuert. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt vierteljährlich in Form eines standardisierten zweistufigen Reportings auf Konzern- und Segmentebene und in Fällen eingetretener Risiken und Schäden unverzüglich. Oberstes Entscheidungsgremium ist das Risikokomitee unter Leitung des für Finanzen zuständigen Vorstandsmitglieds. Dieses Gremium stellt anhand der implementierten Dokumentations- und Kommunikationsprozesse sicher, dass die zuständigen Entscheidungsträger und insbesondere auch Vorstand und Aufsichtsrat der Demag Cranes AG regelmäßig und frühzeitig über die Risikofaktoren informiert werden, die die Geschäftsentwicklung wesentlich beeinflussen können.
Risikomanagement-Organisation
Das Risikofrüherkennungssystem des Demag Cranes Konzerns entspricht vollumfänglich den gesetzlichen Anforderungen. Das System ist durch die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, im Zuge der Jahresabschlussprüfung untersucht worden.


